Streitschlichter

Wieso?   -   Weshalb?   -   Warum?

Konflikte sind normal - aber ungelöste Konflikte sind gefährlich.

Überall dort, wo Konflikte auftreten - und die Schule ist ein Konfliktfeld - geht es darum, eine positive Kultur des Streitens zu entwickeln.
Das ist eine Form der Gewaltvorbeugung.

Streitschlichtung - was ist das?

Das Schülerstreitschlichter - Programm folgt den Grundsätzen der Mediation. Mediation ist ein Verfahren zur Konfliktlösung, das in den 60er und 70er Jahren in den US/A entwickelt wurde und in vielen Bereichen angewandt wird. Wörtlich übersetzt bedeutet  'mediation' Vermittlung.
Gemeint ist damit die Vermittlung in Konfliktfällen durch unparteiische Dritte, die von beiden Konfliktparteien akzeptiert werden.
Die Mediatoren oder Streitschlichter helfen den Streitenden, eine Lösung ihrer Probleme zu finden, mit der sie beide einverstanden sein können. Sie hören sich dabei die Anliegen aller Beteiligten an, lassen sie ihre Gefühle ausdrücken und helfen bei der Klärung der Interessen der Konfliktparteien.
Das Ziel ist die Einigung, die die Konfliktparteien unterzeichnen und umsetzen.
Ein Schlichtungsgespräch dauert etwa 30 Minuten und ist vertraulich. Die getroffenen Vereinbarungen werden schriftlich festgehalten. Die Inhalte unterliegen der Schweigepflicht und sind nicht einsehbar.

Welche Bedeutung hat Streitschlichtung für die Schule?

Streitschlichtung ist kein Patent-Rezept.
Streitschlichtung ist aber eine mögliche Maßnahme, die sich zur Verbesserung des Sozialklimas an Schulen bewährt hat.
Streitschlichtung ist also eine Art des sozialen Lernens.
Erfahrungsgemäß verbessern sich Schüler - Beziehungen, da einmal geschlichtete Konflikte nicht so schnell wieder aufflammen.

Streitschlichter - Ausbildung an der Südstadtschule:

Das Streitschlichterprogramm wurde 2004 an der Südstadtschule eingeführt. Kontinuierlich werden seither Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 und 8 zu Streitschlichtern ausgebildet. Sie vermitteln in Konfliktfällen zwischen Schülern und leisten damit einen wichtigen Beitrag zu einem positiven Klima an unserer Schule. In einem intensiven Training werden die Streitschlichter auf ihre Aufgabe vorbereitet. Sie lernen dabei nicht nur das Verfahren der Streitschlichtung kennen, sondern erweitern in den Seminaren auch ihre sozialen und kommunikativen Kompetenzen. Auf dem Trainingsplan stehen Themen wie Gesprächsführung, aktives Zuhören, Erkennen und Eingehen auf Gefühle, sicheres Auftreten. In Rollenspielen wird der Ablauf eines Schlichtungsgesprächs an unterschiedlichen Beispielen trainiert. Häufig werden Streitschlichter von Schülern eher als Vermittler in Konflikten akzeptiert als Lehrer. Die Streitschlichter sind unparteiisch und verschwiegen und helfen den Streitparteien selbst eine Lösung für ihren Konflikt zu finden. Vor dem eigentlichen Schlichtungsgespräch informieren sie die Streitenden zunächst über den Ablauf und das Ziel des Gesprächs und sie geben die Regeln vor, die während des Schlichtungsgesprächs eingehalten werden müssen. So können die onfliktparteien in Ruhe das Problem aus ihrer jeweiligen Sichtweise schildern. Sie sollen sich während des Gesprächs auf über ihre Gefühle klar werden, um dann gemeinsam mit den Streitschlichtern eine Lösung zu finden. Wichtig ist dabei, dass beide Parteien mit der Lösung zufrieden sein können und als Gewinner aus dem Gespräch gehen.

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